Das Buch, das ich zuletzt gelesen habe
Ich bin eine Lehrerin
So heiβt das
Buch von Ulrich Eva, das ich vor kurzem zu lesen begann. In erster Linie hat der Titel mein Interesse
geweckt, weil ich noch nie in meinem
Leben die Bücher von dem Lehrerberuf gelesen habe, deren Autorin eine
Frau ist. Zweitens, bin ich auch schon viele Jahre Lehrerin. Drittens, das ist
das Buch, das schon fast 60 Jahre alt ist und darum kann man die Vorstellungen
der alten und neuen Generation von dem Lehrerberuf vergleichen.
Wie ich mir
vorgestellt habe, sind das die Erinnerungen
und Betrachtungen der Autorin über diesen Beruf aber sie sind, meiner
Meinung nach, leicht und einbisschen mit
Ironie und Selbstironie geschrieben und gleichzeitig regen zum Nachdenken an.
Das Vorvwort
besteht nur aus einem Absatz, was ich ungewöhnlich finde. Es heiβt darum so: Das eingesparte Vorwort. Wer kann das
noch knapper machen? Das ist ein Thema zum Recherchieren oder zum Schreiben.
Nicht war?
Ich finde
ironisch den Titel des ersten Kapitels: Sie
sieht aus wie eine Lehrerin. Zuerst waren diese Worte eine positive
Charakteristik der Frau dieses Berufs, weil sie immer ordentlich und unbedingt im
kassischen Stil gekleidet, vielseitig informiert, geduldig war. Mit der Zeit
verwandelten sich diese Worte in eine negative Charakteristik, weil darunter
gemeint war, dass solche Frau keine anderen Interessen als die Schule und ihre
Schulkinder hat, dass sie unbedingt altmodisch gekleidet ist, dass sie keine
Familie und keine eigenen Kinder hat. Darun ist es noch interessanter zu lesen,
was die Autorin meint, wenn sie sich mit diesen Worten charakterisiert. Die
ersten Sätze überrascht mich sofort. Die
Autorin schreibt: Ich bin eine Lehrerin.
Ich sehe aber nicht aus wie eine Lehrerin, das ist mir schon oft gesagt worden.
Selbstverstädlich will ich weiter lesen, um zu erfahren, welche Stereotypen
mit dem Āuβeren der Lehrerin verbunden sind. Dieses Kapitel oder einige
Abschnitte aus ihm können das Thema zur Diskussion sowohl im Lehrerkreis, als
auch in der Jugendgruppe sein.
Das zweite
Kapitel heiβt: Selbserkenntniss. Das
klingt schon philosofisch und kann für
viele Leser wichtig sein. Schon seit dem ersten Absatz betrachtet die
Autorin die Schule als eine “fragewürdige
Einrichtung” und die Lehrer darum als “fragewürdige Menschen”. Hat noch jemand
solche Charakteristik der Schule und der Lehrer gegeben? Ich weiβ nicht
Bescheid. Natürlich ist es auch interessant zu erfahren, welche Erklärung die
Autorin gibt. Und wieder entstehnt ein Diskussionsthema, das für künftige Pädagogen
interessant sein könnte.
Dem zweiten Kapitel ist der Titel gegeben: Meine Tochter soll Studienrätin werden.
Aus dem Titel folgt schon, das bei der Berufswahl der Mädchen die Eltern ihre wichtige Rolle
spielen. Welche Gründe haben die Eltern? Wie motivieren sie ihre Entscheidung?
Warum besprechen die Eltern nur mit den Mädchen solche Möglichkeit, in der
Zukunft Lehrerin zu werden? Diese Fragen sind auch in der heutigen Zeit wichtig.
Wen die Fragen entstehen, dann beginnnt wieder ein Meinungsaustausch. Oder irre
ich mich?
Das vierte
Kapitel heiβt: Ŭber die Lehrhaftigkeit. Es
beginnt sofort mit einer Frage: Ist Lehrhaftigkeit eine Tugend oder ein Laster?
Schwer zu sagen. Was meinen die Leser? Kennen Sie eine Antwort auf diese Frage
oder zweifeln daran wie ich? Wer den Standpunkt der Autorin wissen möchte, der
nimmt das Buch in die Hand und erfährt das selbst.
Die Rede, die
die Autorin noch nie gehalten hat und, ihrer Meinung, nach nie halten wird ist
den Abiturienten gewidmet. Das nächste Kapitel ist darum so betitelt: Rede an meine Abiturienten. Was ist für
diese Lehrerin wichtig? Was möchte sie gern ihren Schülern sagen aber rechtzeitig
nicht gesagt hat? Diese Frage quälte auch mich, weil ich oft solche inneren
Monologe vor meinen Schülern hielt aber keine Zeit dafür hatte. Oft waren dabei
meine Āngste, dass diese neue Generation mich nicht richtig versteht.
Die oft genannte
Eigenschaft der Lehrer ist ihre Geduld. Die Autorin hat das auch nicht
vergessen und eines der Kapitel heiβt stolz : Hymne an die Geduld. Wer
poetisches Talent hat, der macht das in Versen. Ich erinnere mich aber an
solche nicht. Unsere Autorin schreibt ihre Hymne in Prosa und nennt diese
Eigenschaft “himmlische Geduld”.
Dem Problem der
Beziehungen und Konflikte, die zwischen den
Müttern und den Lehrerinnen entstehen ist noch ein Kapitel gewidmet.
Einerseits, können die Frauen einander besser verstehen, adererseits, werwandeln
sich oft die Mütter in Hennen, die ihre
Jungen behüten, darum hören und verstehen sie die an sie adressierten Worte und
Argumente nicht. Wer mindestens einmal in solcher Situation war, der kann die
Lehrerin gut verstehen. Mütter und Lehrerinen können Partner und Gegner sein.
Stimmt das?
Die Autorin hat
die Väter nicht vergessen und ihnen das nächste Kapitel in ihrem Buch gewidmet. Sowohl in Russland,
als auch in Deutschland erscheinen die Väter seltener in der Schule. Ihre Rolle
und ihr Einfluβ aber sind nicht weniger. Oft können sie aber mehr Hilfe leisten, wenn ein Konflikt
entsteht, weil sie die Situation ganz anders sehen und andere Wege finden können,
die den Lehrerinnen unbekannt sind.
Das letzte
Kapitel ist den leuchtenden Kinderaugen gewidmet, die die offenen Fenster ihrer
Seele sind. Wer versucht aufmerksam in die Augen wie die Lehrerin zu qucken,
der kann ohne Worte die Antwort auf viele Fragen verstehen.
Viele
Lehrerinnen sind in ihrer Seele Dichter
oder mögen Lyrik oder sogar schreiben und veröffentlichen ihre Gedichte. Die
Autorin ist keine Ausnahme. Ihr Buch beendet sie mit einem Gedicht. Das Nachwort des Buches heiβt: Feierabend.
Wessen Interesse
ich geweckt habe, der findet für sich in dem oben genannten Buch von Ulrich Eva viel Nützliches. Und es lässt sich mir nur den
künftigen Lesern viel Spaβ wünschen.
Zum Schluss möchte
ich mitteilen, dass das Buch weniger als 100 Seiten enthält . Zum Gläck ist es auch im
Internet erwähnt, darum scheint es mir, dass man dieses Buch in den Bibliotheken finden kann.
Stanislava
Soulyak

Liebe Stanislava,
ОтветитьУдалитьSie haben ganz gründlich diese Aufgabe erfüllt, genau, wie eine fleißige Lehrerin:)
Das empfohlene von Ihnen Buch hat mein Interesse auch geweckt, weil ich die Moral des Buchs lernen möchte.
Ja, eine Lehrerin kann man bei uns fast immer leicht erkennen - nach dem Gesichtsausdruck (besorgt und müde), nach der Kleidung (ein Kostüm oder ein Kleid), nach dem Verhalten (Belehrung in der Position und der Stimme).... Ich meine die Lehrer der alten Generation. Heute aber arbeiten mit mir auch junge Lehrerinnen und sie sehen ganz locker aus - Jeans, Shorts, kurze Kleider und modische Schuhe.....
Jeder Beruf prägt unsere Lebensweise und unser Verhalten aus, der Lehrerberuf hat auch positive Seiten - wenn man seinen Beruf wirklich liebt und schätzt, geht man mit Spaß zur Stunde und mit Zufriedenheit nach Hause. Optimistisch zu bleiben helfen dem Lehrer natürlich Schüler und Studenten, ihre Ideen und Gedanken, ihre Antworten und Denkweise. Manchmal fühle ich mich frustriert,wenn ich verstehe, wie weit ich von der jetztigen Generation bin, die keine Literatur liest, außer in Bloggs oder Chatts. Manchmal bin ich glücklich, wenn ich vernünftige Worte von meinen Studenten höre und begeistert, wie geschickt sie mit der Technik umgehen können.
Danke, Stanislava, für Ihren Buch-Tipp, Sie haben mich zum Gedankenaustausch zum Thema "Ich bin Lehrerin" angeregt.
Ewgenia
Liebe Stanislava,
УдалитьSie haben eine wunderbare Werbung diesem Buch geschaffen. Die Vorgeschichte, die Sie zu diesem Roman geführt hat, ist so faszinierend. Ich hoffe, dass es mir gelingen wird, dieses Buch einmal zu lesen. Haben Sie früher die Bücher von Ulrich Eva gelesen? Wäre sehr interessant auch über die Autorin etwas zu erfahren ;-)
Und warum haben Sie auf wordpress.com verzichtet?
Herzlichst
Elena
Liebe Elena,
Удалитьleider sind mir die anderen Buecher von Ulrich Eva unbekannt.